Die Verbindung von Strom und Aue wird durch die geplanten Maßnahmen verbessert – das neu entstehende Seitengewässer wird mindestens 320 Tage im Jahr mit dem Rhein verbunden sein. Durch die Anlage und Anbindung des Seitenarms wird die Struktur- und Lebensraumvielfalt der Rheinaue erhöht und entsprechend dem Leitbild naturnah entwickelt.



Zukünftige Erweiterung des Projektes


Der im Rahmen des LIFE-Projektes entstehende Rhein-Seitenarm ist Teil einer umfassenderen Planung zur Anlage einer regelmäßig durchströmten, 2,8 Kilometer langen Nebenrinne zum Rhein, zu der er später weiterentwickelt werden soll. Auch die Gewässer im nördlichen Gebietsteil sollen später mit dem Seitenarm verbunden werden. Durch die nahezu ganzjährige Durchströmung kann eine kleinräumige Vielfalt unterschiedlicher Strömungsverhältnisse, Lebensräume und Sohlstrukturen entstehen. Die Fortführung und Weiterentwicklung des Projektes hin zu einer dauerhaft durchströmten Nebenrinne wird vom Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Natur- und Verbraucherschutz koordiniert.


Die Ziele des LIFE-Projektes bezogen auf die beiden Teilräume Fluss und Aue sind: 


Flusslebensraum Rhein und Seitenarm

  • Verbesserung der hydrologischen und ökologischen Verbindung zwischen Strom und Aue
  • Anlage und Anbindung eines Rhein-Seitenarms mit vielfältigen Strukturen und Tiefenverhältnissen sowie einer naturnahen Wasserstandsdynamik
  • Anreicherung der Stromaue mit naturnahen, dynamischen Gewässer- und Uferstrukturen
  • Abschirmung neu entstehender, naturnaher Flusslebensräume gegen die negativen Einflüsse der Schifffahrt (z.B. Wellenschlag).


Feuchtgebiet der Aue

  • Anreicherung der Aue mit kleinräumigen Gewässer- 
  •    und Uferstrukturen
  • Verbesserung der Überflutungs-, Strömungs- und
    Grundwasserverhältnisse in der Aue
  • Beruhigung des Brut-, Rast- und Nahrungsgebietes
    zahlreicher seltener Vogelarten (z.B. Kiebitz, Kampfläufer, Rotschenkel)