Das Projekt wird durch eine umfassende wissenschaftliche Erfolgskontrolle begleitet. Diese bezieht sich auf die Ziele zur Optimierung der NATURA 2000 Gebiete. Hier ist zu überprüfen, inwieweit die Projektziele erreicht worden sind und ob die durchgeführten Maßnahmen geeignet waren.


Brut- und Rastvögel

Der Niederrhein hat für den Vogelzug eine überregionale Bedeutung. Jedes Jahr überwintern bis zu 180.000 arktische Wildgänse im Vogelschutzgebiet "Unterer Niederrhein". Viele von ihnen finden auf den Wiesen der Rheinaue bei Bislich Nahrung und nutzen die schützenden Wasserflächen als Schlafplätze. Auch andere Zugvögel wie Goldregenpfeifer, Schell- oder Tafelente machen in der Aue Rast und tanken Reserven für den weiteren Zug in die Brutgebiete auf.

Flache Wasserflächen stellen für Watvögel wie Kiebitz, Rotschenkel und Uferschnepfe ein wichtiges Nahrungsreservoir dar. Diese Arten brüten in der Rheinaue Bislich-Vahnum und benötigen, wie auch der Wachtelkönig, feuchte Wiesen mit stocherfähigen Böden, um ihre Jungen erfolgreich aufziehen zu können.

Ein nahezu dauerhaft angebundener Seitenarm hat positive Auswirkungen auf die Vogelwelt. Neben einer größeren Lebensraumvielfalt dehnen sich nahrungsreiche Schlammufer und Flachwasserzonen aus. Diese sind heute an den relativ strukturarmen Abgrabungsgewässern des Gebiets nur selten zu finden. In den einzelnen Projektphasen werden die Zahlen ausgewählter Brut- und Rastvogelarten im gesamten Gebiet regelmäßig erfasst, um ihre Bestandsentwicklungen zu dokumentieren.


Vegetation

Im Zuge der Machbarkeitsstudie wurde 2004 eine Übersichtskartierung der Biotoptypen vorgenommen. Folgekartierungen sind nach Anlage des Seitenarms vorgesehen.


Makrozoobenthos

Als Makrozoobenthos werden die Kleinlebewesen des Gewässergrundes (Benthos) bezeichnet. Ihre Lebensgemeinschaft lässt Rückschlüsse auf die chemische und biologische Qualität des Gewässers zu. Neben Wirbellosen wie den Insektenordnungen der Stein-, Köcher- und Eintagsfliegen gehören auch Bachflohkrebse, Wasserasseln und Strudelwürmer zum Makrozoobenthos. Sehr kleine und nur unter dem Mikroskop sichtbare Tiere wie Ruderfußkrebse und Wasserflöhe gehören nicht zu dieser Gruppe.