Die Bauarbeiten für das EU-LIFE-Projekt "Nebenrinne Bislich-Vahnum" der NABU-Naturschutzstation Niederrhein laufen auf Hochtouren. Der derzeit noch niedrige Wasserstand des Rheins ermöglicht ein zügiges Vorankommen. Allerdings läuft nicht alles wie geplant.

Die Bauarbeiten zum EU-LIFE-Projekt "Nebenrinne Bislich-Vahnum", bei dem in der Rheinaue bei Bislich ein neuer Seitenarm des Rheins entsteht, gehen zügig voran. Nachdem die bauvorbereitenden Maßnahmen, wie das Räumen des Baufeldes und die Kampfmittelsondierung, abgeschlossen sind, kommen die Bagger zum Einsatz, um mit dem Ausheben des neuen Seitenarms zu beginnen. Hierbei werden große Mengen von Erdreich bewegt. Da nicht der gesamte Aushub im Projektgebiet wiederverwendet werden kann, ist ein Abtransport des restlichen Materials notwendig. Dieser Abtransport kann allerdings nicht so ablaufen wie geplant. In der Planung und der behördlichen Plangenehmigung war es vorgesehen, des Transport des Aushubmaterials um die Ortslage Bislich herumzuführen. Durch eine kurzfristige Anordnung der Stadt Wesel ist dies nun nicht mehr möglich, und der Transport muss durch die Ortslage erfolgen. "Das kam für uns sehr überraschend, da das gesamte Projekt bereits genehmigt wurde. Die Belange aller Betroffenen wurden im Plangenehmigungsverfahren berücksichtigt, um solche kurzfristigen Änderungen auszuschließen." erklärt Projektleiter Klaus Markgraf-Maué von der NABU-Naturschutzstation Niederrhein. "Kurzfristig kann das wahrscheinlich nicht geändert werden, aber wir bemühen uns, in Abstimmung mit den zuständigen Behörden, die Transportwege für alle Betroffenen zukünftig verträglicher gestalten zu können." gibt sich Klaus Markgraf-Maué zuversichtlich. Die Bauarbeiten für das Projekt werden während der hochwassergefährdeten Zeit im Winter und der Brutzeit im Frühjahr und Frühsommer unterbrochen und ab Sommer 2017 fortgesetzt. Spätestens bis dahin soll eine Lösung gefunden werden.



Bagger beim Ausheben des neuen Rhein-Seitenarms bei Bislich